Angeln auf Heilbutt in Norwegen

11.11.2017
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Heilbutt angeln in Nordnorwegen

Dieses Top-Revier in Nordnorwegen hat es absolut in sich: Rund um Havøysund werden immer wieder kapitale Heilbutte gefangen – und das aus guten Grund. Die Region am Nordkap bietet den großen Plattfischen beste Bedingungen. Hier finden die Räuber viele sandige Bereiche, Kanten und Rinnen. Durch diese Strukturen strömt das Wasser zum Teil sehr stark und beschert den Fischen so einen reichhaltig gedeckten Tisch. Neben Makrelen und Köhlern schlagen sich die Heilbutte ihren Magen hier vor allem auch mit Sandaalen voll.

Apropos Heilbutt

Bei dem Heilbutt auf den wir Angler es in Nordnorwegen abgesehen haben, handelt es sich übrigens um den weißen Heilbutt. Er gehört zur Familie der Schollen, kann bis zu 50 Jahre alt und bis zu drei Meter lang werden. Sein Fleisch ist fettarm und gilt als absolute Delikatesse – und das natürlich nicht nur unter Anglern. Der schwarze Heilbutt bleibt deutlich kleiner. Anders als beim weißen Heilbutt verläuft sein Seitenlinienorgan fast gerade. Seine Bauchseite ist um einiges dunkler als beim weißen Heilbutt. Weil das Fleisch des schwarzen Heilbutts recht fettig und etwas wässrig ist, wird er gerne geräuchert.

Wir halten es ganz einfach: Auf unseren Touren braten wir die weißen Flachmänner am liebsten ganz klassisch in der Pfanne – gewürzt lediglich mit etwas Zitronenpfeffer. Dazu gibt es Kartoffeln und eine Senfsoße: Ein simples Rezept aber das perfekte Essen nach einem langen Angeltag.

Auch interessant: In diesem Video zeigen wir euch wie es ran geht ans Heilbutt filetieren.

Montage zum Angeln auf Heilbutt

Aber zurück zum Heilbuttangeln in Havoysund. Eine sehr einfache und gleichzeitig sehr erfolgreiche Methode ist hier in Norwegen die Naturköder-Montage. Für diese Montage braucht ihr weder bunte Lockperlen, Gummischläuche oder blinkende Spinnerblätter. In eurer Tackle-Box sollten sich lediglich einige ausreichend schwere Schleppbleie und große Circle Hooks finden lassen. Bleie bis 500 g sind ideal. Zwischen Schleppblei und Haken schaltet ihr eine gut 2 Meter lange monofile Vorfachschnur. Den Cirkle Hook bestückt ihr mit einem toten Seelachs. Das war´s auch schon. War mag, kann noch einen zusätzlichen Angsthaken montieren. Allerdings hat die Erfahrung gezeigt, dass der Einzelhaken in der Regel völlig ausreicht. Diese Montage haltet ihr etwas über dem Grund. Die Drift des Boots erledigt alles weitere. Durch die Strömung „spielt“ der Seelachs verführerisch in der heißen Zone. Ganz wichtig: Beim Biss braucht ihr keinen Anhieb zu setzen. Der Circle Hook dreht sich von selbst in das Maul des Heilbutts und sitzt meist perfekt.

Achtet bei eurer Heilbutt-Rute darauf, dass sie kräftig genug ist, um auch großen Fischen Paroli zu bieten. In der Regel reichen 30lbs Boots-Ruten kombiniert mit einer mittelgroßen und sehr robusten Multirolle aus.

Die besten Reisezeiten

Wenn ihr euren Angelurlaub in Nordnorwegen plant, lasst die kalte Jahreszeit am besten links liegen. Konkret heißt das: Pickt euch einen Termin zwischen Mai und September heraus. In dieser Zeit könnt ihr auch am Nordkap mit recht stabilem Wetter rechnen, ihr entgeht der zum Teil klirrenden Kälte und vor allem sind die Tage nördlich des Polarkreises dann sehr lang. Wer will, kann während der Mittsommerzeit rund um die Uhr auf Heilbutt angeln. Mit extremen Wetterbedingungen müsst ihr in Norwegen allerdings immer rechnen. Wer etwas später im Jahr fährt, hat dafür gute Chancen die faszinierenden Polarlichter zu sehen. Alle Informationen rund ums Angeln in Harvoysund findet ihr hier auf angelreisen.de