Was bedeutet das Wurfgewicht auf Spinnruten?

16.01.2017
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Teil 2: Was steckt hinter Testkurve und lbs-Angaben auf Karpfenruten?

Teil 3: Was bedeutet die lbs-Angabe auf Bootsruten?

Was bedeutet das Wurfgewicht?

Wenn´s um Ruten geht, geht’s in der Regel auch um Wurfgewichte, um Testkurven oder Pfundangaben. Grundsätzlich muss man dazu sagen: alle diese Angaben sind Richtwerte und dienen zur Orientierung. Denn wie bei vielen anderen Produkten, kommt es auch hier auf das Material an, auf die Verarbeitung und natürlich auf die Qualität.

Das heißt: ihr könnt eine 60 g Spinnrute von Hersteller A nicht unbedingt mit einer von Hersteller B vergleichen. Genauso wie man einen Fiat Panda nicht mit einer Mercedes S Klasse vergleichen kann, nur weil beide vier Räder haben.

Was genau hat es auf sich mit dem Wurfgewicht. Kurz und knapp sagt es uns: wie schwer mein Köder maximal sein darf, damit mir die Rute nicht durchbricht. Wenn ich also eine 40 g Spinnrute habe, einen 100 g schweren Köder dranhänge und voll durchziehe, könnte es recht schnell Knack machen.

Das Wurfgewicht sagt uns aber auch, in welchem Bereich die Rute am besten arbeitet. Also wie ich beim Wurf quasi die beste Biegekurve erreiche, wie sich die Rute am besten auflädt, um meinen Köder auf Weite zu bringen. Das ist wie beim Flitzebogen. Nehmen wir den umgekehrten Fall. Ich habe eine 100 g Spinnrute und hänge eine klitze kleinen 5 g schweren Wobbler dran, werde ich den nicht sonderlich weit werfen können, weil sich die Rute dabei halt so gut wie gar nicht aufladen wird.

Wir legen los mit einer Spinnrute. Meine Hechtrute hat ein Wurfgewicht von 40-140 g. Dadurch wissen wir schonmal in welchen Bereich wir uns bewegen. Dazu gibt es eine Faustformal mit der wir uns das ideale Ködergewicht ausrechnen können. Dazu addieren wir das minimale und das maximale Wurfgewicht und teilen es durch zwei. Also 40 plus 140 sind 180, durch zwei sind 90. Dann haben wir unser ideales Wurfgewicht.

Und um auf Nummer sicher zu gehen, ziehen wir noch 10% ab. Manche ziehen auch 20% ab. Das heißt, dann sind wir bei 81 g. Das ist unser optimales Wurfgewicht. So arbeitet die Rute am besten. Das heißt aber nicht, dass in diesem Bereich automatisch Schluss ist.