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Angeln am Forellenteich

Über Erfahrungen am Forellensee kann wohl jeder Angler berichten. Angeln am Forellenteich ist extrem beliebt und extrem populär – sowohl bei Anfängern, bei Fortgeschrittenen als auch bei Profis. Einen Forellensee hat fast jeder Angler in der Nähe, die Aussichten auf einen oder gleich mehrere Fische sind hier in der Regel gut. Wobei auch beim Angeln am Forellenteich gilt: Eine Fanggarantie gibt es nie!

Put and Take

Viele Forellenseen wurden extra für diese Art der Angelei angelegt. Ihre Größe ist oft sehr überschaubar. Selbstverständlich gibt es aber auch tolle Natur- oder große Baggerseen, die für das kommerzielle Forellenangeln genutzt werden. Die englische Bezeichnung „Put and Take“ beschreibt das Prinzip der Angelei am Forellenteich übrigens perfekt. Forellenseen werden regelmäßig mit extra dafür gezüchteten Fischen besetzt (put), die dann anschließend von Anglern gefangen und entnommen (take) werden. Wegen ihrer beachtlichen Größe besonders beliebt am Forellenteich: Die Regenbogenforelle, die häufig auch als Lachsforelle bezeichnet wird. Hierbei handelt es allerdings um einen so genannten Verkaufsnamen, der wohl etwas edler klingen soll.

An etlichen Forellenseen werden übrigens auch Störe und Welse besetzt.

Sorgt oft für Gelächter: Der Forellenpuff

Oft fällt im Zusammenhang mit dem Angeln am Forellensee übrigens auch das Wort Forellenpuff. Die Einen sprechen es mit einem zwinkernden Auge aus, die Andere eher sehr abfällig. Für sie ist die Angelei am Forellensee offenbar keine Herausforderung – wobei natürlich auch Teichforellen zickig sein können. Auch sie müssen wir oft geschickt überlisten. Viele Angler tun dies besonders gerne im Urlaub – z.B. bei unseren Nachbarn in Dänemark. Dort finden wir Put and Take Seen quasi an jeder zweiten Ecke.

Während wir in Deutschland auch an Forellenteichen in der Regel einen Fischereischein brauchen, ist dieser in vielen anderen Ländern keine Voraussetzung.

Die perfekte Rute für den Forellenteich

Wie so oft gilt: Auch aus dem Angeln am Forellensee können wir eine Wissenschaft machen - müssen wir aber nicht. Besonders Einsteiger sollten sich vom großen Angebot und den verschiedensten Modellen nicht verrückt machen lassen. Am Forellensee zieht oft auch die einfache Tour. Bleiben wir also vorerst bei den Basics.

Mit einer leichten, ungefähr 2,70 m langen Spinnrute sind wir schonmal gut bedient. Hat diese ein Wurfgewicht von etwa 5 - 30 g können wir damit kleine Blinker, Spinner oder Wobbler prima auf Weite bringen. Dabei bitte die jeweiligen Bestimmungen beachten, denn an vielen Forellenseen sind solche Köder nicht erlaubt. Mit einer leichten Spinnrute können wir die Fische aber auch genauso gut an der Posenmontage oder am Grund verführen - sind also recht flexibel.

Selbstverständlich gibt es für das Angeln am Forellensee aber auch Spezialruten. Diese sind teilweise über vier Meter lang und haben eine sehr sensible Spitze. Solche Ruten kommen z.B. beim Angeln mit dem Sbirolino bzw. mit der Bombarde zum Einsatz. Echte Weitwurfgeschosse, die zum Teil mit einem sehr langen Vorfach gefischt werden. Entsprechend lang sollte deshalb die Rute sein.

Rolle und Schnur zum Angeln am Forellensee

Haben wir uns für eine Rute entschieden, kombinieren wir diese mit einer Stationärrolle der Größe 2000 bis 4000. Eine solche Rolle muss kein Vermögen kosten. Ganz wichtig allerdings: Die Bremse sollte gut arbeiten - die Schnur ohne zu Rucken freigeben. Und apropos Schnur: Welche darf es sein? Monofile oder Geflochtene. In vielen Bereichen scheiden sich bei dieser Frage die Geister. Am Forellenteich ist die Antwort hingegen eindeutig. Die meisten Experten setzen auf die dehnbarere monofile Schnur. Zum Einsatz kommen Durchmesser zwischen 0,16 und 0,18 mm. Da solch dünne Schnüre sehr empfindlich sind, können Anfänger die Sache natürlich auch etwas kräftiger angehen.So ausgerüstet, können wir am Forellensee tolle Fische fangen.

Die besten Köder am Forellenteich

Köder zum Forellenangeln gibt es reichlich. Kunstköder und Naturköder - die Palette ist breit gefächert und beide fangen natürlich Fische. Zu den Naturköder-Klassikern am Forellensee gehören Maden, Bienenmaden, Mistwürmer oder Forellenrogen. Vor allem in der kälteren Jahreszeit, wenn die Fische eher träge sind und sich oft in Grundnähe aufhalten, können wir mit diesen Ködern punkten.

Wird das Wasser wärmer, kommen die Forellen zunehmend in Fahrt. Ihr Appetit steigt und wir können unsere Ködern prima auch aktiv anbieten. Neben kleinen Twistern, Gummifischen, Blinkern und Spinnern findet sich den Taschen der Angler am Forellensee vor allem eins: Paste! Oder anders: Forellenteig. Hersteller solcher Teige gibt es viele – einen echten Siegeszug hat aber vor allem der Forellenteig von Berkley angetreten: Berkley Power-Bait. Der auftreibende Teich besteht zum Großteil aus Speisestärke, Farbstoff und speziellen Duft- bzw. Lockstoffen. Entwickelt wurde er in den USA von Biologen und Lebensmittelchemikern. Mit einer speziellen Form oder aber mit den Finger wird der Forellenteig so um den Haken geknetet, dass er sich beim Einholen verführerisch dreht. Zum Einsatz kommt dabei meist die Posen- oder die Sbirolino-Montage.

Immer mehr Anhänger findet zudem die Tremalla-Technik. Die Methode kommt aus Italien. Tremarella bedeutet so viel wie Wackeln oder Zittern. Spezielle Ketten oder Posen erzeugen dabei feine Geräusche, die die Fische zusätzlich reizen sollen.

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