Fang-Limits für Dorsch-Angler in Ostsee gefordert

10.07.2016
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WWF will Fangbegrezung. Alternativen von Angelverbänden

Wegen des offenbar schlechten Dorschbestandes in der westlichen Ostsee, fordert der Umweltverband WWF ein Fang-Limit für Angler. Die Angelfischerei wirke sich gravierend auf den schrumpfenden Dorschbestand aus, sei aber bis auf eine Mindestgröße überhaupt nicht reguliert, heißt es von den WWF-Fischereixperten.

Schätzungen zufolge gibt es 160.000 deutsche Ostseeangler. Nach Berechnungen des Thüneninstituts für Ostseefischerei entnehmen diese aus der westlichen Ostsee durchschnittlich über 2.500 Tonnen Dorsch pro Jahr. Nahezu die Fangmenge, die bislang den Fischern zugebilligt worden sei.

Der Deutsche Angelfischer-Verband hat bereits Vorschläge gemacht, wie sich Angler an der Bestandserholung beteiligen können. Zum einen könnte des Mindestmaß von 38 auf 40 Zentimeter heraufgesetzt werden - zum anderen könnten sich Angler an der Schonzeit beteiligen, die für Fischer gilt.

Und das sagen die Experten dazu: Eine Erhöhung der Mindestgröße auf 45 Zentimeter brächte über 650 Tonnen Dorsch, eine Beteiligung an der Schonzeit weitere 330 Tonnen, die nicht entnommen würden. Bei zusätzlichen Fang-Limits von fünf bis acht Fischen pro Tag wären es weitere 500 beziehungsweise 900 Tonnen.

Der Internationale Rat für Meeresforschung empfiehlt für das nächste Jahr zudem eine deutliche Reduzierung der Dorschquote für Berufsfischer.