Forellenangeln: Bienenmaden richtig aufziehen

03.04.2016
18809
anzeige

Forellenangeln mit Bienenmaden

Vorab sei gesagt: Der Name ist irreführend. Denn Bienenmaden haben mit Bienen eigentlich nichts zu tun. Vielmehr handelt es sich dabei um Wachsmottenlarven. Gut sieben Arten der Wachsmotte sind in Europa bekannt - weltweit sind es rund 300. Die Falter werden vom leckeren Duft der Bienen- und Hummelnester magisch angezogen. Als Parasiten legen die Motten ihre Eier darin ab. Die Larven ernähren sich anschließend vom Inhalt der Waben - also von Honig, Wachs, Pollen und Eiern. Die Bienenmaden, die wie aus dem Angelladen kennen, werden selbstverständlich gezüchtet. Deshalb bekommen wir sie auch in verschiedenen Größen. Je dicker und größer die Bienenmaden, desto mehr Druck erzeugen sie im Wasser – wenn wir sie denn richtig anködern. Forellen haben Bienenmaden zum fressen gerne und können ihnen nur selten widerstehen. Nicht umsonst gehören die kleinen Krabbler zu den beliebtesten Naturködern am Forellensee.

Bienenmaden lagern

Kleiner Tipp: Bienenmaden sind recht temperaturempfindlich. Heiße Sommertage mögen sie ebenso wenig wie knackige Minusgrade. Im Winter könnt ihr das Döschen mit den Bienenmaden am Forellenteich einfach in eure Jackentasche packen. Am besten in die Innentasche. So bleiben die Maden schön warm. Seid ihr im Sommer unterwegs, lagert die Maden am Wasser in einer Kühlbox. Zuhause tut´s natürlich der Keller. Im Optimalfall halten sich die Bienenmaden dort mehrere Wochen. Das heißt allerdings auch, dass Bienenmaden, bevor wir sie kaufen, unter Umständen schon recht lange im Angelladen stehen. Lasst euch die Maden deshalb auf alle Fälle zeigen. Sie sollten schön hell und möglichst prall sein.

Bienenmaden auffädeln – so geht’s!

Egal ob wir Tremarella mit Bienenmaden fischen, die Maden an der Schlepp-Pose oder aber der Sbirolino-Montage anbieten. Um die Fische zu reizen, müssen wir ordentlich Drall in die Sache bringen. Sprich: Die Bienenmaden sollen sich an der Montage schön drehen. Forellensee-Angler sprechen oft vom „Bienenmaden-L“. Und das geht so. Damit die Maden nicht zu schnell auslaufen, nutzen wir möglichst dünndrahtige Haken. Sehr beliebt sind die Tubertini Serie 22 oder die T-Rex Bienenmaden Vorfachhaken von TFT. Für das „L“ brauchen wir nun zwei Maden. Fädelt die erste Bienenmaden vorsichtig mit dem Schwanzende voran der Länge nach auf den Haken und zieht sich vorsichtig über die Wicklung auf´s Vorfach. Bei der zweiten Bienenmade stecht ihr den Haken im Kopf ein und lasst ihn ungefähr in der Mitte wieder austreten. Fertig ist das „Bienenmaden-L“. Genauso funktioniert es natürlich bei künstlichen Bienenmaden. Das entsprechende Laufverhalten könnt ihr noch beeinflussen. Je nach dem, wie weit oder spitz ihr den Winkel der zweiten Made wählt.

Die Mischung macht´s

Bienenmaden lassen sich auch prima mit anderen Ködern kombinieren – sowohl beim passiven als auch beim aktiven Angeln. Garniert einfach mal ein Kügelchen Forellenteig (Forellenteig richtig anködern) mit einer Bienenmade und lasst diesen Mix verführerisch über dem Grund auftreiben. Besonders in der kalten Jahreszeit ist das eine echte Bank. Oder ersetzt beim Spinnfischen die erste Bienenmade durch etwas Paste. So können wir die Forellen mit tolle Duftmischungen ordentlich aus der Reserve locken. Dabei wünschen wir euch viel Erfolg und viel Spaß am Wasser.