Angeln auf Döbel - gezielt auf dicke Dickköpfe!

26.02.2015
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Angeln auf Döbel

Man sieht es ihm nicht unbedingt an – aber der Döbel gehört zur Familie der Karpfenfische (Cyprinidae). Er hat einen torpedoförmigen Körper, ist im Durchschnitt 30 bis 40 Zentimeter groß und fast in ganz Europa verbreitet. Je nach Region wird der Döbel auch Aitel, Alet, Eitel, Knilps, Mulbe, Milwe, Mülwe, Rohrkarpfen oder gerne auch Dickkopf genannt. Döbel lieben strömendes Wasser – also Bäche oder Flüsse. Hier halten sie sich oft in tiefen Gumpen unter Bäumen oder Sträuchern auf. Döbel gelten als räuberische Friedfische bzw. als Allesfresser. Sie ernähren sich von Schnecken, Würmern, Larven und Insekten – aber auch von kleineren Fischen. Überlisten lässt sich der Döbel deshalb nicht nur mit der Grundrute, sondern auch aktiv mit kleinen Wobblern oder Gummifischen.

Köder zum Döbelangeln

Zum Angeln auf Döbel gibt es eine ganze Reihe verschiedener Köder. Neben den erwähnten Kunstködern kommen beim Grundangeln auf Döbel z.B. Kirschen, Fleischwurst, Salami, Frühstücksfleisch oder Weißbrot an den Haken. Wir allerdings versuchen es heute mit Hähnchenleber. Ebenfalls ein Klassiker beim Angeln auf Döbel. Hähnchenleber duftet unter Wasser verführerisch. Zusätzlich könnt ihr sie noch mit einem Grundfutter aus der Friedfischangelei verfeinern. So lässt sie sich zudem besser verarbeiten.

Stellenwahl beim Angeln auf Döbel

Eine entscheidende Frage beim Döbelangeln: Welche Stelle soll es sein? Wo finde ich die Döbel? Döbel mögen es gerne schattig und geschützt. Diese Bereiche sind für uns besonders interessant. Überhängende Bäume und Sträucher sind absolute Hotspots. An diesen Stellen stehen oft mehrere Fische nebeneinander. Allerdings sind im Trupp häufig die kleineren Fische unterwegs. Habt ihr es gezielt auf kapitale Döbel abgesehen, platziert euren Ködern ruhig direkt an der Strömungskante. Dort halten sich auf der Nahrungssuche oft die dickeren Dickköpfe auf. Konntet ihr an einem Platz einen guten Fisch überlisten, wechselt die Stelle ruhig. Döbel sind sehr scheu - Unruhe am Wasser mögen sie gar nicht.

Montage zum Döbelangeln

Die Montage zum Angeln auf Döbel ist eine sehr simple. Alles was ihr braucht sin zwei kleine Wirbel, ein Grundblei und eine kleine Perle. Hängt das Blei in den Wirbel und fädelt diesen auf die Hauptschnur, so dass er auf dieser frei gleiten kann. Bei unterschiedlichen Strömungsverhältnissen könnt ihr das Gewicht so unkompliziert wechseln. In der Regel reichen beim Angeln auf Döbel Gewichte bis 20 Gramm völlig aus – je nach Strömung natürlich. Anschließend zieht ihr die Perle auf die Hauptschnur und Knoten den zweiten Wirbel an. Als Vorfach kommt eine monofile Schnur der Stärke 0,16 mm bis 0,18 mm zum Einsatz. Die Vorfachlänge beim Döbelangeln sollte bei ungefähr 70 Zentimetern liegen – die Hakengröße zwischen 4 und 8, denn mit der Leber landet ein ordentlicher Happen am Grund. Kapitale Döbel haben mächtig Appetit. Da die Hähnchenleber im Wasser allerdings recht schnell ihren verlockenden Duft verliert, solltet ihr den Köder alle zwanzig Minuten wechseln. Und noch ein kleiner Tipp für vorsichtige Döbel: Schnappt euch einen schwarzen Edding und malt Blei und Wirbel einfach an. Alles was blitzt und blinkt kann die Dickköpfe misstrauisch machen.

Das Gerät zum Angeln auf Döbel. Rute, Rolle und Schnur

Zum Grundangeln auf Döbel setzen wir auf dieser Tour eine Winkelpickerrute mit einem Wurfgewicht bis 40 Gramm und einer Länge von drei Metern ein. Prima sind aber auch leichte Feederruten. Generell wichtig beim Döbelangeln ist, dass wir ein sehr feines Gerät einsetzen – denn auch bei großen Döbeln kommen die Bisse oft sehr vorsichtig. Kombiniert die Rute mit einer kleinen Stationärrolle der Größe 2500, bespult mit einer monofilen Schnur der Stärke 0,16 mm bis 0,18 mm. Je dicker die Schnur, desto größer ist der Strömungsdruck. So ausgestattet geht es ran an dicke Winterdöbel.