Döbelangeln auf Wobbler

20.03.2015
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Wenn es ums "Futtern" geht, sind Döbel nicht gerade wählerisch. Gerne ernähren sie sich von Insekten wie Käfern oder Fliegen, von Würmern und kleinen Fischen. Dieses Fressverhalten können wir uns beim Angeln auf Döbel prima zu Nutze machen. Besonders in der wärmeren Jahreszeit, wenn die Fische aktiv sind und sich ihre Nahrung auch von der Oberfläche picken, sind die Chancen ganz hervorragend, Döbel mit kleinen Wobblern (Crankbaits) zu überlisten. Michel Reich ist an der Tollense in Mecklenburg-Vorpommern unterwegs - ein recht schmaler Fluss, der in die Peen mündet. Die Tollense fließt in Teilen sehr ursprünglich und ist rund 70 Kilometer lang. Michel setzt beim Döbelangeln auf leichtes Gerät. Er verwendet eine kurze Spinnrute mit einem Wurfgewicht von 14 Gramm. Dazu eine kleine Stationärrolle in der Größe 2500 - bespult mit einer geflochtenen Schnur der Stärke 0,14 mm. Fast die volle Tragkraft bleibt erhalten, wenn ihr zwischen Vorfach und Hauptschnur einen Knotenlosverbinder schaltet. Prima verbinden könnt ihr beide Schnüre aber auch zum Beipiel mit dem doppelten Grinner-Knoten.

Wobbler zum Döbelangeln

Ein Blick in die Köderbox beim Angeln auf Döbel. Kleine bauchige Wobbler zwischen 3,5 und 5 cm Länge sind perfekt. In Frage kommen z.B. der Chubby von Illex, der Salmo Bug oder der Slamo Hornet. Prima Wobbler zum Döbelangeln gibt es aber von vielen anderen Marken wie Ecogear, Rapala oder Gunky. Auf der Suche nach den Döbeln haltet Ausschau nach schattigen Plätzen oder überhängenden Bäumen. Hier stehen die Fische geschützt und lauern auf Beute. Lasst eure Wobbler an solchen Hotspots vor dem Einkurbeln ruhig erstmal einige Sekunden stehen. Oft schlagen die Döbel direkt nach dem Aufklatschen der Köder auf der Oberfläche zu. Adrenalin pur. Wem das aktive Angeln auf Döbel nicht so liegt, kann die Fische beim Ansitz natürlich auch mit vielen anderen Ködern überlisten. Zu den erfolgreichen gehören z.B. Hähnchenleber oder Frühstücksfleisch.