Vertikalangeln mal anders - Schleppen im Zeitlupentempo

22.08.2015
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Hechtangeln im Zeitlupentempo

Das  Vertikalangeln auf Zander, Hecht und Barsch ist unbestritten eine erfolgreiche Methode, um Zander, Hecht und Barsch zu überlisten. Egal ob wir mit dem Boot unterwegs sind oder unser Glück vom Ufer aus an einer Spundwand versuchen. Langsam geführten Ködern können die Fische oft nicht widerstehen. Oft kommen dabei sogenannte No Action Shads zum Einsatz. Also Gummifische, die über sehr wenig Eigenbewegung verfügen. Ihnen müssen wir mit der Rute Leben einhauchen. Der Klassiker beim Vertikalangeln. Anders hingegen sieht das bei Gummifischen aus, die durch ihren Paddelschwanz ganz unterschiedliche Bewegungsmuster aufweisen. Und genau auf solche Gummifische setzen wie beim Hechtangeln und Zanderangeln im Zeitlupentempo.

 

Vertikalangeln vom Boot

Beim klassischen Vertikalangeln auf Zander, Barsch oder Hecht versuchen wir unsere Spots möglichst punktgenau abzufischen. Beim Vertikal-Schleppen hingegen machen wir Strecke. Unser Gummifisch wird dafür quasi „überbleit“. Jigköpfe zwischen 30 und 50 Gramm kommen ans Band. Schließlich soll er möglichst direkt unterm Boot laufen. So können wir auf wechselnde Strukturen schnell reagieren. Allerdings soll unser Köder nicht nur runter zum Grund. Beim Verikal-Schleppen suchen wir nach und nach die komplette Wassersäule nach Hecht und Co. ab. Die meiste „Arbeit“ übernimmt dabei unser Gummifisch. Ab und an kann eine leichter Zupfer mit der Rutenspitze natürlich nicht schaden.

 

Schleppen auf Hecht und Zander

Auch das Schleppen auf Hecht, Zander und Barsch mit Wobblern ist selbstverständlich sehr erfolgreich. Allerdings schränkt uns diese Angelei auch ein. Wobbler haben durch ihre Tauchschaufel eine festgelegte Lauftiefe. Durch die Schleppgeschwindigkeit, die Entfernung zum Boot und die Stärke unsere Schnur können wir an dieser „Schraube“ etwas drehen. Aber auch dann lässt sich die komplette Wassersäule nur mit verschiedenen Modellen absuchen. Den Köder permanent extrem hart und langsam in einer gewünschten Tiefe zu halten, ist kaum möglich. Das wiederum ist der große Vorteil beim Vertikalangeln und beim Vertikal-Schleppen. In welchem Tempo sollten wir Schleppen? Beim Vertikal-Schleppen reicht bereits eine minimale Geschwindigkeit von 1,5 km/h. Vorausgesetzt unser Gummifisch kommt fix in Wallung. Selbstverständlich darf es auch gerne zügiger voran gehen. Jedoch wird es mit zunehmender Geschwindigkeit schwieriger, den Köder zu kontrollieren. Oft reicht es, einfach die vorhandene Drift das Bootes nutzen. Egal ob beim Hechtangeln oder Zanderangeln – diese Methode hat uns schon häufig schöne Fische beschert.